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	<title>Joe&#039;s Blog</title>
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	<title>Joe&#039;s Blog</title>
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		<title>Meine Top 10 Bücher in 2025</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2025 08:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Buchhinweis]]></category>
		<category><![CDATA[Lesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Ende jedes Jahres teile ich gern die Liste mit den zehn besten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Vielleicht ist ja das eine oder andere Buch dabei, das auch für andere Leute interessant sein könnte und einen Platz auf der Leseliste für 2026 findet. Ein gutes Buch macht für mich aus, dass [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Ende jedes Jahres teile ich gern die Liste mit den zehn besten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Vielleicht ist ja das eine oder andere Buch dabei, das auch für andere Leute interessant sein könnte und einen Platz auf der Leseliste für 2026 findet. Ein gutes Buch macht für mich aus, dass es mir noch lange im Gedächtnis geblieben ist oder einen nachhaltigen Unterschied in meinem Denken gemacht hat.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://amazon.de/Unbreakable-What-Said-About-English-ebook/dp/B00S8SL4QK" target="_blank" rel="noreferrer noopener nofollow"><em>Unbreakable</em> von Andrew Wilson</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-large is-resized"><a href="https://amazon.de/Unbreakable-What-Said-About-English-ebook/dp/B00S8SL4QK" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="638" height="1024" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Unbreakable-638x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1821" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Unbreakable-638x1024.jpg 638w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Unbreakable-187x300.jpg 187w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Unbreakable.jpg 640w" sizes="(max-width: 638px) 100vw, 638px" /></a></figure>



<p>In diesem sehr kurzen und leicht zu lesendem Buch beschreibt Wilson, welche Sicht Jesus auf die Heilige Schrift hatte. Der Untertitel des Buches ist passenderweise: „Was der Sohn Gottes über das Wort Gottes sagte“. Wenn wir uns Jesu Aussagen über die Bibel ansehen, kommen wir an der Inspiration und Autorität der Schrift nicht vorbei. Leider gibt es dieses Buch (noch) nicht auf Deutsch; hoffentlich ändert sich das in den nächsten ein bis zwei Jahren. Denn es gibt wohl kaum eine bessere Einführung in dieses Thema.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://cbuch.de/Schnabel-Inspiration-und-Offenbarung/860155"><em>Inspiration und Offenbarung</em> von Eckhard Schnabel</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://cbuch.de/Schnabel-Inspiration-und-Offenbarung/860155" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img decoding="async" width="526" height="750" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Inspiration-Offenbarung.jpg" alt="" class="wp-image-1822" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Inspiration-Offenbarung.jpg 526w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Inspiration-Offenbarung-210x300.jpg 210w" sizes="(max-width: 526px) 100vw, 526px" /></a></figure>



<p><a href="https://jonathanheckel.de/2025/12/20/denn-die-bibel-sagt-mir-dies/">Wie ich letztens schrieb</a>, musste ich mich im Rahmen meines Theologiestudiums intensiv mit der Frage der Inspiration und Autorität der Bibel auseinandersetzen. Ich habe viele hilfreiche Bücher dazu gelesen; eins der besten war dabei für mich <em>Inspiration und Offenbarung</em>. Schnabel geht zuerst durch die Kirchengeschichte und zeigt die verschiedenen Ansichten zur Inspiration der Schrift. Anschließend wendet er sich der Bibel selbst zu und fragt, was sie über ihren Ursprung sagt. Dieses Buch ist nicht immer „leichte“ Lektüre, dafür ist jedoch auf relativ knappem Raum das größtmögliche Maß an Informationen zusammengestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.scm-shop.de/gottesdienst-verstehen-gestalten-feiern-7520860.html"><em>Gottesdienst verstehen – gestalten – feiern</em> von Stefan Schweyer</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.scm-shop.de/gottesdienst-verstehen-gestalten-feiern-7520860.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img decoding="async" width="600" height="905" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2022/02/Buch_Gottesdienst-verstehen.jpeg" alt="" class="wp-image-451" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2022/02/Buch_Gottesdienst-verstehen.jpeg 600w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2022/02/Buch_Gottesdienst-verstehen-199x300.jpeg 199w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></figure>



<p>Jeder Christ weiß, warum wir Gottesdienste feiern und wie sie gestaltet werden sollten. Oder? Wir besuchen sie jede Woche, aber wahrscheinlich machen sich nur die wenigsten darüber Gedanken, warum sie denn Gottesdienst feiern und wie dieser zielgerichtet gestaltet werden kann. Schweyers Buch mit dem Dreischritt „verstehen – gestalten – feiern“ bietet sowohl die notwendige theologische Basis für Gottesdienste als auch praktische Anregungen, wie die einzelnen Gottesdienstelemente sinnvoll und christuszentriert gestaltet werden können. Jeder Gemeindeleiter oder Verantwortliche für die Gottesdienste seiner Gemeinde sollte dieses Buch einmal gelesen haben!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.buecher.de/artikel/buch/die-grosse-scheidung/01473453/"><em>Die große Scheidung</em> von C.S. Lewis</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.buecher.de/artikel/buch/die-grosse-scheidung/01473453/" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="236" height="400" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/grosse-Scheidung.jpg" alt="" class="wp-image-1823" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/grosse-Scheidung.jpg 236w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/grosse-Scheidung-177x300.jpg 177w" sizes="auto, (max-width: 236px) 100vw, 236px" /></a></figure>



<p>Für eine Predigt im Sommer habe ich mich nochmal intensiver mit der Lehre der Hölle auseinandergesetzt und habe dabei von diesem Buch sehr profitiert. Ich stimme durchaus nicht jedem Aspekt von Lewis’ Beschreibung der Hölle (und der zugrundeliegenden Theologie) zu. Dennoch hat mir das Buch sehr geholfen, die Hölle als logische und selbstgewählte Konsequenz eines Lebens zu sehen, das Gott ablehnt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.cb-buchshop.de/253709/von-jesus-reden-ohne-komisch-zu-wirken.html"><em>Von Jesus reden, ohne komisch zu wirken</em> von Sam Chan</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="453" height="719" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Von-Jesus-reden-ohne-komisch.jpeg" alt="" class="wp-image-1824" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Von-Jesus-reden-ohne-komisch.jpeg 453w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Von-Jesus-reden-ohne-komisch-189x300.jpeg 189w" sizes="auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px" /></figure>



<p>Ich tue mich oft schwer mit dem Gedanken, wie ich mit meinen ungläubigen Freunden über meinen Glauben reden kann. Chan bietet für dieses Problem acht einfache und praxisnahe Anregungen. Dieses Buch ist unglaublich motivierend, weil es keine großen Konzepte vorstellt, sondern die Kraft von kleinen Aktionen im Alltag zeigt. Der unterhaltsame Stil und günstige Preis machen es zu einem „Must Read“!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.scm-shop.de/dienstanweisung-fuer-einen-unterteufel-7551435.html"><em>Dienstanweisung an einen Unterteufel</em> von C.S. Lewis</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.scm-shop.de/dienstanweisung-fuer-einen-unterteufel-7551435.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="379" height="600" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Dienstanweisung-Unterteufel.jpeg" alt="" class="wp-image-1825" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Dienstanweisung-Unterteufel.jpeg 379w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Dienstanweisung-Unterteufel-190x300.jpeg 190w" sizes="auto, (max-width: 379px) 100vw, 379px" /></a></figure>



<p>Nachdem dieser Klassiker von Lewis schon einige Jahre auf meiner Leseliste gestanden hatte, habe ich ihn in diesem Jahr endlich gelesen. Innerhalb eines Monats habe ich einen Brief pro Tag gelesen, in denen der Dämon Screwtape seinem Neffen Wormwood Ratschläge gibt, wie er sein menschliches Opfer am besten verführen und von Gott fernhalten kann. Lewis schafft es sehr gut, die Dynamiken der Versuchung im Menschen darzustellen und somit das Licht auf die subtilen Taktiken des Teufels zu werfen. Als typisches C.S. Lewis-Buch ist es durchaus keine „leichte Kost“, aber eine unglaublich gewinnbringende!</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.buecher.de/artikel/buch/acht-tage-im-mai/69540253/"><em>Acht Tage im Mai</em> von Volker Ullrich</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.buecher.de/artikel/buch/acht-tage-im-mai/69540253/" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="639" height="1000" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Acht-Tage-Mai.jpeg" alt="" class="wp-image-1826" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Acht-Tage-Mai.jpeg 639w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Acht-Tage-Mai-192x300.jpeg 192w" sizes="auto, (max-width: 639px) 100vw, 639px" /></a></figure>



<p>Dieses Buch haben meine Frau und ich auf langen Autofahrten gehört und ich war fasziniert und gleichzeitig abgeschreckt von der unglaublich detaillierten Schilderung der letzten Kriegstage des Zweiten Weltkrieges in Deutschland. Wie viele NS-Funktionäre trotz der unvermeidbaren Niederlage weiter unbeirrt an ihren Befehlen eines mittlerweile toten Führers festhielten und noch rücksichtslos um die besten Plätze für sich selbst kämpften, scheint unbegreiflich. Und auch wenn das Thema eigentlich die letzten acht Tage des Krieges sind, flicht Ullrich doch viele weitere Aspekte des Krieges und einzelne Schicksale in die Erzählung ein, sodass man ein ziemlich umfassendes Bild der Zeit des Zweiten Weltkrieges bekommt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.scm-shop.de/alles-fuer-dich-136896.html"><em>Alles. Für Dich.</em> von Gary Thomas</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.scm-shop.de/alles-fuer-dich-136896.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="933" height="1398" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Alles-fuer-dich.jpeg" alt="" class="wp-image-1828" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Alles-fuer-dich.jpeg 933w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Alles-fuer-dich-200x300.jpeg 200w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Alles-fuer-dich-683x1024.jpeg 683w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Alles-fuer-dich-768x1151.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 933px) 100vw, 933px" /></a></figure>



<p>Je nach Glaubensrichtung neigen wir Christen manchmal dazu, unseren Glauben über unsere Hingabe, Verzicht und Disziplin für Gott zu definieren. Thomas dagegen argumentiert, dass Christen zuerst von Freude und Vergnügen geprägt sein sollten! Denn die Freude an Gott und seinen guten Geschenken ist eine bessere Hilfe im Kampf gegen die Sünde als Abschreckung vor ihr. Dieses Buch hat mir neu die Augen für den Platz von Vergnügen in meinem Leben als Christ gezeigt und dass Verzicht und Einschränkung nicht immer der „geistliche“ Weg sind. Es ist eine ausgewogene und notwendige Korrektur für eine leider häufig vorkommende „Mangelmentalität“ unter uns Christen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.cb-buchshop.de/8652265/wofuer-es-sich-sich-zu-kaempfen-lohnt-und-wofuer-nicht.html"><em>Wofür es sich zu kämpfen lohnt und wofür nicht</em> von Gavin Ortlund</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.cb-buchshop.de/8652265/wofuer-es-sich-sich-zu-kaempfen-lohnt-und-wofuer-nicht.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="457" height="700" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/04/Wofuer-es-sich-zu-kaempfen-lohnt.jpg" alt="" class="wp-image-1748" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/04/Wofuer-es-sich-zu-kaempfen-lohnt.jpg 457w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/04/Wofuer-es-sich-zu-kaempfen-lohnt-196x300.jpg 196w" sizes="auto, (max-width: 457px) 100vw, 457px" /></a></figure>



<p>Manche Christen streiten sich um jede theologische Lehre, für andere ist nichts außer Jesus wirklich wichtig. Ortlunds Buch bietet ein hilfreiches und notwendiges Schema zur Gewichtung verschiedener Lehren. In einer sich polarisierenden Christenheit in Deutschland sind diese Ausführungen unglaublich wichtig, um das Wesentliche im Blick zu behalten und sich nicht unnötig zu entzweien. Der Inhalt dieses Buches war für mich so hilfreich, dass ich daraus ein Seminar entwickelt habe, damit auch noch andere davon profitieren können.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.cb-buchshop.de/8652071/menschen-des-evangeliums.html"><em>Menschen des Evangeliums</em> von Michael Reeves</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.cb-buchshop.de/8652071/menschen-des-evangeliums.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="474" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Menschen-Evangeliums.jpg" alt="" class="wp-image-1829" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Menschen-Evangeliums.jpg 300w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Menschen-Evangeliums-190x300.jpg 190w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></figure>



<p>Das ist das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe! Reeves macht in diesem übersichtlichen Werk deutlich, was „Evangelikale“ ausmacht. Anders als in den Medien dargestellt, geht es dabei nicht um Politik oder Nationalismus, sondern um das Evangelium als Basis des Glaubens, mit Jesus als Zentrum, wie es in der Bibel steht&nbsp;– und ist damit wahrer historisch-orthodoxer Glaube. Seine Betonung und Wertschätzung der Einheit im Evangelium und der Demut als wichtigster Charaktereigenschaft evangelikaler Christen widersprechen jedem spaltenden und hochmütigem Denken. Dieses Buch sollte jeder Christ in Verantwortung in einer Kirche oder Gemeinde lesen! Es gibt wenige Bücher, die so knapp und leicht verständlich den Kern des christlichen Glaubens beschreiben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><a href="https://www.cb-buchshop.de/sonstiges/elberfelder-bibel-die-grosse-studien-und-kommentarausgabe.html">Bonus: Die beste Studienbibel auf Deutsch!</a></h3>



<figure class="wp-block-image alignright size-full is-resized"><a href="https://www.cb-buchshop.de/sonstiges/elberfelder-bibel-die-grosse-studien-und-kommentarausgabe.html" target="_blank" rel=" noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="700" src="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/ELB-Studienbibel.png" alt="" class="wp-image-1831" style="width:250px" srcset="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/ELB-Studienbibel.png 500w, https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/ELB-Studienbibel-214x300.png 214w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></figure>



<p>Im Oktober ist die neue Elberfelder Studienbibel („große Studien- und Kommentarausgabe“) erschienen. Dabei handelt es sich um die Übersetzung und behutsame Anpassung der Anmerkungen der <em>ESV Study Bible</em>, die als eine der besten Studienbibeln weltweit gilt! Ich bin absolut begeistert von diesem Projekt und freue mich riesig, dass diese wertvolle Ressource nun auch in unserer Sprache vorhanden ist. Das ist eine „Studienbibel“, die ihrem Namen wirklich gerecht wird. Die jeweiligen Einleitungen in die biblischen Bücher sind phänomenal und allein schon den Besitz wert. Denn darin finden sich kompakt alle wichtigen Informationen zu den Bibelbüchern, die man sich sonst aufwendig aus einzelnen umfangreichen Kommentaren heraussuchen müsste. Dazu kommen noch über 20.000 Kommentare zu Bibelstellen, über 240 hochwertige Karten und Illustrationen und über 50 theologische Artikel. Wer sich tiefgehender mit der Bibel befassen will, bekommt mit dieser Bibel alles, was er dafür benötigt!</p>



<p>Vielleicht sind noch ein paar Worte zum Preis dieser Bibel angebracht: Immer wieder höre ich Unverständnis angesichts des doch hohen Preises für diese Bibel. Auf den ersten Blick scheint die Kritik nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass andere gute Studienbibeln deutlich unter 100 € kosten und man das englische Original aktuell bei einem bekannten Online-Versandhandel als Hardcover für 40 € bzw. als Kunstleder-Variante für 60 € bekommt. Manche Kritiker wittern deshalb eine unrechtmäßige Bereicherung der beteiligten Verlage. Dem möchte ich entgegenhalten: Neben den anfallenden Lizenzkosten für die Übersetzung muss die Übersetzung an sich ein unglaublicher Aufwand gewesen sein. Außerdem werden deutsche Bibeln nie die Verbreitung finden wie englische, dafür ist die mögliche Zielgruppe viel kleiner, für eine Studienbibel gilt das nochmal mehr. Kleinere Auflage bedeutet höherer Stückpreis und anteilig höhere Umlage der Lizenz- und Übersetzungskosten auf die Exemplare. Somit finde ich den Preis durchaus gerechtfertigt. Und wenn wir ehrlich bedenken, wie viel Geld wir für unsere Smartphones ausgeben, wie oft wir diese ersetzen müssen und welchen Mehrwert sie am Ende wirklich bieten, sollten sich weitere Diskussionen erübrigen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Müssen wir wirklich an die Jungfrauengeburt glauben?</title>
		<link>https://jonathanheckel.de/2025/12/23/an-die-jungfrauengeburt-glauben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Dec 2025 08:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[Rund um die Weihnachtszeit gibt es die unvermeidlichen Artikel und Videos von Theologen, die erklären, was denn damals in der „Heiligen Nacht“ wirklich passiert ist. Immer wieder wird dabei betont, dass die Jungfrauengeburt heute nicht mehr geglaubt werden könne. Und da stellt sich die Frage, wie essenziell der Lehre von der Jungfrauengeburt denn tatsächlich für [&#8230;]]]></description>
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<p>Rund um die Weihnachtszeit gibt es die unvermeidlichen Artikel und Videos von Theologen, die erklären, was denn damals in der „Heiligen Nacht“ <em>wirklich</em> passiert ist. Immer wieder wird dabei betont, dass die Jungfrauengeburt heute nicht mehr geglaubt werden könne. Und da stellt sich die Frage, wie essenziell der Lehre von der Jungfrauengeburt denn tatsächlich für den christlichen Glauben ist? Ist es wirklich notwendig, sie zu bejahen? Oder bauen wir damit nicht unnötige Hürden für das Evangelium auf?</p>



<p>Gavin Ortlund nennt in seinem hervorragenden Buch <em><a href="https://www.cb-buchshop.de/8652265/wofuer-es-sich-sich-zu-kaempfen-lohnt-und-wofuer-nicht.html">Wofür es sich zu kämpfen lohnt&nbsp;– und wofür nicht</a></em> drei Merkmale erstrangiger Lehren, die den Kern des Glaubens ausmachen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li>Sie sind eng verknüpft mit der Autorität der Bibel. Die Annahme oder Ablehnung der Lehre geht gleichzeitig mit der Annahme oder Ablehnung der Bibel als Wort Gottes einher.</li>



<li>Sie steht in größeren weltanschaulichen Konflikten mit aktuellen Trends oder Irrlehren.</li>



<li>Das Evangelium nimmt Schaden, wenn wir diese Lehre leugnen.</li>
</ol>



<p>Ich glaube, dass die Jungfrauengeburt Jesu jedes dieser drei Merkmale erfüllt und wir sie deshalb auf keinen Fall aufgeben sollen.</p>



<p><strong>Die Jungfrauengeburt ist verknüpft mit der Autorität der Bibel.</strong> Die Aussagen der Bibel zum Thema sind eindeutig. In beiden Geburtsgeschichten in den Evangelien wird klar, dass Maria und Josef noch nicht miteinander geschlafen hatten, als Maria schwanger wurde (Mt 1,18; Lk 2,34). Die Jungfrauengeburt ist also keine biblische Lehre, die Interpretationsspielraum offen lässt. Zu anderen Themen, wie dem Tausendjährigen Reich oder den Schöpfungstagen, gibt es unter Gläubigen seit 2000 Jahren verschiedene Meinungen. Stattdessen wurde die Jungfrauengeburt von Anfang an klar gelehrt und geglaubt und wurde sogar in die großen Glaubensbekenntnisse aufgenommen, die konfessions- und denominationsübergreifend geglaubt werden. Bis vor 100 bis 200 Jahren hat niemand ernsthaft an ihr gezweifelt.</p>



<p><strong>Die Jungfrauengeburt steht im Widerspruch zu einem naturalistischen Weltbild.</strong> Zweifel an der Jungfrauengeburt kamen mit dem Aufstieg der naturalistischen Betrachtungsweise der Bibel auf. Wenn die Bibel als menschliches Dokument gesehen wird und Gott als Handelnder keine Rolle spielt, dann müssen Wunderberichte skeptisch betrachtet werden. Denn als übernatürliche Ereignisse widersprechen sie der „natürlichen“ Ordnung. Somit wird die Jungfrauengeburt allein aus dem Grund abgelehnt, dass wir nicht glauben, dass so etwas möglich sei. Diese Ablehnung basiert jedoch auf der Grundsatzentscheidung, dass Gott und das Übernatürliche nicht als Erklärungsmodelle zugelassen sind. Somit stehen sich hier zwei widersprechende Weltanschauungen gegenüber. Glen Scrivener hat den Kontrast und die notwendigen „Glaubensschritte“ dieser Weltanschauungen hervorragend auf den Punkt gebracht:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Christen glauben an die Jungfrauengeburt Christi. Atheisten glauben an die Jungfrauengeburt des Universums. Suchen Sie sich ihr Wunder aus.</p>
</blockquote>



<p><strong>Die Jungfrauengeburt ist notwendig für unsere Errettung.</strong> Das Evangelium sagt, dass wir Menschen so sündig sind, dass wir uns nicht selbst retten können. Stattdessen musste Gott eingreifen. Jesus wurde unser Stellvertreter, sowohl im Leben als auch im Sterben. Dafür ist die Jungfrauengeburt absolut notwendig. Denn da Jesus von dem Heiligen Geist in Maria gezeugt wurde, war er heilig, also ohne Sünde (Lk 1,35). Weil Jesus ohne Sünde war, konnte er das perfekte, sündlose Leben führen, zu dem kein Mensch seit Adam, dem ersten Menschen, mehr in der Lage war. Und da er aber von Maria geboren wurde, war er auch vollkommener Mensch und konnte so als Stellvertreter vor Gott die Sünden der Menschheit tragen. Und durch die Jungfrauengeburt wird deutlich, dass wir Menschen <em>nichts</em> zu unserer Errettung beigetragen haben. Nur Gott allein kann uns retten. Gott musste aktiv werden, um das Kind zu zeugen. Der Retter kann nicht aus menschlichen Anstrengungen gebracht werden. Maria und Josef konnten sich nicht beglückwünschen, dass sie für den Retter der Welt verantwortlich waren. Es war allein Gottes Werk! Ebenso können wir nichts zu unserer Rettung beitragen. Gott ist der aktive Part; er muss zuerst in uns Menschen arbeiten und unsere Herzen für seine Wahrheit öffnen, damit wir uns für ihn entscheiden können.</p>



<p>Ohne Jungfrauengeburt wäre die „Gute Botschaft“ nicht gut! Denn dann würde es an unserer Leistung und Anstrengung liegen, vor Gott gut dazustehen und ihm zu gefallen. Stattdessen zeigt uns Gott, dass wir zur Errettung tatsächlich so kommen, „wie die Jungfrau zum Kinde“: Durch Gottes Gnade, in der er sich uns zuwendet und die wir nur als ein unverdientes Geschenk annehmen können. Das will ich auf keinen Fall aufgeben.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>… denn die Bibel sagt mir dies: Kann ich der Bibel vertrauen?</title>
		<link>https://jonathanheckel.de/2025/12/20/denn-die-bibel-sagt-mir-dies/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Dec 2025 09:01:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jonathanheckel.de/?p=1813</guid>

					<description><![CDATA[Eines der wichtigsten Themen in diesem Jahr für mich war die intensive Beschäftigung mit der Inspiration der Bibel. Mein Glaube, meine Arbeit, am Ende mein ganzes Leben hängt an der Frage, ob ich den Aussagen in der Bibel tatsächlich vertrauen kann oder nicht. Ob die biblischen Inhalte tatsächlich Gottes Wort sind und wenn ja, in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Eines der wichtigsten Themen in diesem Jahr für mich war die intensive Beschäftigung mit der Inspiration der Bibel. Mein Glaube, meine Arbeit, am Ende mein ganzes Leben hängt an der Frage, ob ich den Aussagen in der Bibel tatsächlich vertrauen kann oder nicht. Ob die biblischen Inhalte tatsächlich Gottes Wort sind und wenn ja, in welchem Umfang. Und damit verbunden auch die Frage, inwieweit die Aussagen der Bibel Autorität über mich haben.</p>



<p>Im Rahmen meines Theologiestudiums habe ich mich intensiv mit dem Zusammenhang von Inspiration und Autorität der Schrift befasst und dazu eine umfangreichere Ausarbeitung geschrieben. Wer also nach diesem Artikel tiefer in die Thematik, in meine Gedanken und Begründungen einsteigen will oder nach Quellen für meine Aussagen sucht, der kann sich <a href="https://jonathanheckel.de/wp-content/uploads/2025/12/Inspiration-und-Autoritaet-der-Schrift.pdf">hier meine Facharbeit gern herunterladen</a>. Beim Nachdenken über Inspiration und Autorität der Schrift geht es am Ende auch um die Frage: Wer hat das letzte Wort? Wer ist die letzte beurteilende Instanz? Bin es ich, der Leser, oder ist es die Bibel? Diese Fragen wurden bis zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts noch unter den Evangelikalen (zu denen auch ich mich stolz bekenne) selbstverständlich pro Bibel beantwortet. Denn der Zusammenhang zwischen Inspiration und Autorität wird schon innerhalb der biblischen Texte hergestellt, insbesondere in den beiden klassischen „Inspirationsstellen“. In 2 Tim 3,16 ist die Inspiration der Schriften die Basis für ihre Autorität: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit.“ Und in 2 Petr 1 begründet Petrus die Maßgeblichkeit des „prophetischen Wortes“, auf das seine Leser „achten [sollen] als auf eine Lampe, die an einem dunklen Ort leuchtet“ (V. 19) mit der Tatsache, dass diese Worte eben keine rein menschlichen Worte sind (V. 21): „Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen, getrieben von Heiligem Geist.“ Und obwohl evangelikale Christen nach wie vor von einer Inspiration der Schrift ausgehen, so gehen doch die Meinungen darüber, wie <em>umfassend</em> diese Inspiration ist, seit einigen Jahrzehnten weit auseinander. Die Diskussionen aus der universitären Theologie sind auch bei uns angekommen. Deshalb will ich in relativer Kürze vier vorherrschende Inspirationsverständnisse vorstellen und zeigen, welche Folgen sie für die Autorität der Schrift haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Personalinspiration: Geisterfüllte Menschen schreiben ihre Worte</h3>



<p>Unter „Personalinspiration“ versteht man die Ansicht, dass sich die Geistesleitung Gottes auf die Autoren der biblischen Bücher bezieht, nicht aber auf die von ihnen verfassten Texte. Die Autoren waren Zeugen der Offenbarung Gottes und wurden von ihm befähigt, das Zeugnis des Erlebten aufzuschreiben. Das ist vergleichbar mit einem Lehrer im Kunstunterricht, der seine Schüler „inspiriert“, ein bestimmtes Bild zu malen. Der Ausgangspunkt des Werkes ist der Lehrer, aber es ist zu 100&nbsp;% die Arbeit des Schülers.</p>



<p>Das bedeutet, dass wir die biblischen Texte als rein menschliche Texte anerkennen müssen. Die Schreiber haben nach bestem Wissen und Gewissen ihre Erfahrungen mit Gott festgehalten; jedoch sind aufgrund ihrer menschlichen Begrenzungen Unstimmigkeiten, Fehler und Widersprüche nicht ausgeschlossen und sogar zu erwarten. Als menschliche Texte haben die biblischen Inhalte dann keine Autorität per se für uns Leser. Eine mehr als 2000 Jahre alte Botschaft aus einer ganz anderen Kultur ist für den aktuellen Leser vielleicht inspirierend oder interessant, aber keineswegs maßgeblich. Obwohl die Personalinspiration richtigerweise betont, dass „Menschen, getrieben von Heiligem Geist“ redeten (2&nbsp;Petr 1,21), wird sie doch der anderen Aussage der Bibel nicht gerecht, dass „<em>alle</em> Schrift von Gott eingegeben“ ist (2&nbsp;Tim 3,16).</p>



<h3 class="wp-block-heading">Realinspiration: Das Wichtigste kommt von Gott</h3>



<p>Im Gegensatz zur Personalinspiration bezieht sich die „Realinspiration“ auf den Inhalt der biblischen Schriften, jedoch nicht in ihrer Gesamtheit. Sie geht stattdessen davon aus, dass sich die göttliche Inspiration auf die religiösen Inhalte der Bibel bezieht. Somit muss unterschieden werden zwischen „Gottes Wort“ und „menschliches Wort“; zwischen einem wesentlichen „Kern“, der die für die Errettung notwendigen Aussagen enthält (das „Evangelium“), und einem unwesentlichen „Rand“ mit den geschichtlichen, geografischen und kulturellen Aussagen.</p>



<p>Damit wird getrennt zwischen der Bibel als Buch und dem tatsächlichen Wort Gottes. Und daraus folgt auch die Suche nach den Trennungslinien. Welche Aussagen sind denn tatsächlich für die Errettung notwendig? Manche Theologen meinen, wenn die Aussage eines Bibeltextes nicht dem Evangelium von Jesus Christus entspricht, dann ist sie nicht „Wort Gottes“ und somit als menschliche Schrift zu sehen und zu behandeln. Somit hat die Bibel nur Autorität in Fragen der Errettung, nicht in den anderen Bereichen. Jedoch stelle ich mich auch hier <em>immer</em> als Leser über die Schrift, da ich ja unterscheide und festlege, welche Stellen den „Kern“ der Schrift bilden und welche zum nicht-autoritativen „Rand“ gehören. Diese „Teilinspiration“ widerspricht aber eindeutig der Aussage, dass „alle Schrift von Gott eingegeben“ ist. Außerdem stellt sie uns vor die unlösbare Aufgabe, zwischen „Kern“ und „Rand“ zu unterscheiden. Seit Jahrhunderten sind sich die Theologen uneinig über die Trennlinie. Und es fällt auch auf, dass diese Trennung gewissen kulturellen und persönlichen Schwankungen unterliegt. Also wird die gesellschaftliche und persönliche Meinung zur Autorität in der Frage nach der Inspiration eines Textes.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verbalinspiration I&nbsp;– Diktatinspiration: Gott hat die Schreiber als „Schreibmaschinen“ gebraucht</h3>



<p>Die dritte große Sicht zur Inspiration, die „Verbalinspiration“, muss nochmal unterschieden werden. Denn verschiedene Leute meinen mit dem gleichen Begriff verschiedene Dinge. Was sie eint, ist die Sicht, dass sich Gottes Inspiration auf jedes Wort der Bibel (deshalb „verbal“) bezieht. Verschiedene Meinungen gibt es nun darüber, <em>wie</em> der Heilige Geist jedes einzelne Wort inspiriert hat.</p>



<p>Mit der „Diktatinspiration“ wird ein Vorgang bezeichnet, in dem Gott den biblischen Autoren exakt „diktierte“, was sie aufschreiben sollten. Die Autoren waren dann nur noch Instrumente oder Werkzeuge, vergleichbar mit einer Schreibmaschine oder einer Tastatur. Damit wird die Rolle der menschlichen Schreiber irrelevant. Weil die Bibel reines Wort Gottes ist, entzieht sie sich damit auch jeder historischen und wissenschaftlichen Untersuchung&nbsp;– die Vorstellung, das unfehlbare göttliche Wort mit menschlichen Mitteln zu untersuchen, erscheint skandalös. Ich glaube, dass diese Vorstellung gerade in konservativen, „bibeltreuen“ Gemeinden weiter verbreitet ist und in gewisser Weise eine Gegenreaktion zur historisch-kritischen Theologie ist. Denn diese lässt in ihrer Betrachtung der Bibel das Übernatürliche außen vor. Deshalb versuchen „konservative“ Theologen, das Göttliche der Bibel zu retten und wollen die Bibel und ihre Aussagen vor Sachkritik und Relativierung schützen.</p>



<p>Dieses Inspirationsverständnis erkennt an, dass <em>alle</em> Schrift von Gott eingegeben ist. Es gibt auch mehrere Stellen in der Bibel, die von Gott direkt diktiert erscheinen. Aussagen wie „So spricht der HERR“ sprechen dafür. Dieses Verständnis wird nun aber auch auf alle anderen biblischen Inhalte ausgeweitet und bringt sich in intellektuelle Schwierigkeiten, wenn man dann z.&nbsp;B. die Abschnitte aus den persischen Hofarchiven in Esra 7 auch als göttlich inspiriert ansehen muss. Außerdem werden die Stellen missachtet, welche die aktive Rolle der Schreiber beim Verfassen der biblischen Schriften betonen. Somit besteht bei der Auslegung die Gefahr, alles als „gleich gültig“ zu betrachten und den historischen und literarischen Kontext einer Stelle zu missachten. Paradoxerweise führt damit das Bestreben, die Bibel so zu verstehen, wie es geschrieben steht, gerade dazu, sie <em>nicht</em> so zu verstehen, wie sie verstanden werden will.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Verbalinspiration II&nbsp;– Ganzinspiration: 100&nbsp;% Gotteswort und 100&nbsp;% Menschenwort</h3>



<p>Die „Ganzinspiration“ sagt aus, dass Gott die Bibel <em>in ihrer Gesamtheit</em> inspiriert hat; es gibt keinerlei Inhalte, die nicht von ihm inspiriert sind. Gleichzeitig erkennt sie aber auch an, dass Gott sich zur Verfassung menschlicher Schreiber in ihren unterschiedlichen historischen Kontexten, mit ihren verschiedenen Persönlichkeiten gebraucht hat. Sie waren nicht einfach nur willenlose Werkzeuge. Diese Sicht macht deutlich, dass die Bibel eine doppelte Autorenschaft hat: zuerst Gott und als zweites die Menschen.</p>



<p>Wenn Gott individuelle Menschen mit ihren Eigenheiten gebraucht hat, dann sollten wir auch Unterschiede in Stil und Wortwahl zwischen den verschiedenen Schreibern erwarten. Das soll aber nicht bedeuten, dass deshalb auch Fehler und Irrtümer zu erwarten wären. Da Gott der primäre Autor der Bibel ist, ist es für ihn kein Problem, einen fehlerfreien Schreibprozess zu gewährleisten. Das heißt auch, dass wir nicht trennen können in „göttliche“ und „menschliche“ Inhalte; beide sind unlösbar ineinander verschlungen. Somit hat auch alles, was in der Bibel steht, göttliche Autorität. Diese Sicht wird den Aussagen der Bibel zu ihrer Herkunft am besten gerecht. Auch Jesus selbst hatte diese Sicht über die Schrift. Er geht von den Geschichten des Alten Testaments als historischen Tatsachen aus. An mehreren Stellen macht er klar, dass die menschlichen Worte im AT tatsächlich Gottes Worte sind (Mt 19,4–5; Mt 22,41–46; Mk 7,10–13).</p>



<p>Aus dieser Sicht ergeben sich für uns drei Konsequenzen:</p>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>Wir können Vertrauen in die Aussagen der Bibel haben.</strong> Denn alles, was wir lesen, ist von Gott inspiriert und so gewollt. Es gibt keine Stellen, die nur auf menschliche Ideen zurückgehen, eine Trennung innerhalb der Bibel ist unmöglich.</li>



<li><strong>Wir sollen beim Lesen offen sein für Gottes Reden.</strong> Wenn die Bibel tatsächlich Gottes Wort ist, dann könnte „so spricht der HERR“ vor jedem Bibelbuch stehen. Dann ist das Lesen der Bibel die direkte Ansprache Gottes an uns.</li>



<li><strong>Wir sollen die Bibel und ihre Hintergründe erforschen.</strong> Gott hat sich bestimmter Menschen in konkreten Umständen bedient, um sein Wort zu kommunizieren. Diese Tatsache ermuntert uns zum historischen Forschen, um den Kontext der Schriften bestmöglich zu verstehen. Wir sollen die geschichtlichen und kulturellen Hintergründe der Texte verstehen, literarische Eigenarten wahr- und ernst nehmen.</li>
</ol>



<p>Die Ganzinspiration und die daraus folgende absolute Autorität machen die Bibel zum Fundament des christlichen Lebens und der Lehre. Alles, was wir brauchen, um ein gottgefälliges Leben als Nachfolger Jesu zu führen, finden wir in der Bibel. Von Jesus ausgehend müssen wir feststellen, dass es kein objektiveres und historisch vertrauenswürdigeres Zeugnis von der Offenbarung Gottes an uns Menschen gibt als die Bibel. Wenn wir also Jesus nachfolgen und seine Worte ernst nehmen wollen, müssen wir auch die Bibel in ihrer Gesamtheit ernst nehmen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr als Worte: Wenn dein Leben lauter spricht</title>
		<link>https://jonathanheckel.de/2025/10/20/mehr-als-worte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2025 07:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Apologetik]]></category>
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					<description><![CDATA[Diesen Artikel habe ich ursprünglich für STEPS Leaders und die Themenreihe „Moderne Apologetik“ geschrieben. Ich poste ihn hier mit freundlicher Genehmigung der Freunde von STEPS Leaders. Schaut euch auch unbedingt den ersten Artikel der Themenreihe von Sara Kreuter an, die einen unglaublich guten Überblick über die Denkweisen von Gen Z geschrieben hat und wie wir [&#8230;]]]></description>
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<p><em>Diesen Artikel habe ich ursprünglich für <a href="https://www.steps-leaders.de/beitrag/mehr-als-worte-wenn-dein-leben-lauter-spricht">STEPS Leaders</a> und die Themenreihe „<a href="https://www.steps-leaders.de/reihe/moderne-apologetik">Moderne Apologetik</a>“ geschrieben. Ich poste ihn hier mit freundlicher Genehmigung der Freunde von STEPS Leaders. Schaut euch auch unbedingt den ersten Artikel der Themenreihe von Sara Kreuter an, die einen unglaublich guten Überblick über die Denkweisen von Gen Z geschrieben hat und wie wir sie mit dem Evangelium erreichen können.</em></p>



<p>Wie können wir die beste Botschaft der Welt gut weitersagen? Der aktuell wohl angesagteste Apologet ist Wes Huff. Vielleicht hast du seine Gespräche (oder Ausschnitte davon) mit <a href="https://www.youtube.com/watch?v=F7ngjtT43-4">Billy Carson</a> oder <a href="https://www.youtube.com/watch?v=HwyAX69xG1Q">Joe Rogan</a> gesehen und denkst dir: „Mensch, wenn ich so viel wüsste wie Wes, dann würde es mir auch leichter fallen, für meinen Glauben einzustehen.“ Und ja, es ist schon beeindruckend, wenn man einfach mal einen Nachdruck eines 1500 Jahre alten griechischen Manuskripts aus dem Regal ziehen kann und dann auch noch wirklich weiß, was darin steht. Was aber, wenn ich dir sage, dass auch <em>du</em> ein ähnlich guter Botschafter für Jesus und das Evangelium sein kannst wie Wes, ohne dafür erst Griechisch lernen und ein nerdiger Gelehrter werden zu müssen? (Und glücklicherweise müssen wir nicht ähnlich durchtrainiert sein wie er <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" />)</p>



<p>Denn einfach nur unglaublich schlau zu sein, hat nicht zu Huffs Bekannt- und Beliebtheit geführt. Sein Wissen rund um alte Manuskripte und Textüberlieferung hilft ihm zwar, auf Fragen einzugehen und Irrtümer zu erkennen und richtigzustellen. Würde er dabei jedoch unsensibel und stolz auftreten, seinen Gesprächspartnern dauernd ins Wort fallen und sie mit ihren Fehlern demütigen, dann würde er ziemlich schnell ziemlich unbeliebt sein. Fachlich zwar unglaublich kompetent, aber menschlich einfach eine Katastrophe.</p>



<p>Worauf kommt es also an, wenn wir gute Botschafter für Jesus im 21. Jahrhundert sein wollen? Was wir brauchen, sind die <strong>3 W‘s eines Botschafters von Jesus: Wesen, Weisheit und Wissen.</strong> Und zwar in dieser Reihenfolge! Als Botschafter von Jesus ist es am wichtigsten, <em>wie wir sind</em> (Wesen) und <em>wie wir reden</em> (Weisheit). Erst dann kommt auch wirklich an, <em>was wir sagen</em> (Wissen). Dieses Konzept finden wir auch schon in der Bibel, in 1&nbsp;Petr 3,15–16, dem „Standardtext“ für Apologetik:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Lasst vielmehr Christus, den Herrn, die Mitte eures Lebens sein! Und wenn man euch nach eurer Hoffnung fragt, seid immer zur Rechenschaft bereit! Doch antwortet freundlich und mit dem gebotenen Respekt. Bewahrt euch ein reines Gewissen! Wenn die Leute euch dann etwas Böses nachsagen, werden sie beschämt, weil euer vorbildliches Leben mit Christus sie Lügen straft.</p>
</blockquote>



<h3 class="wp-block-heading">Wesen: wie Jesus leben</h3>



<p>Unser Fokus im Gespräch mit unseren nichtchristlichen Freunden liegt oft zuerst darauf, was wir ihnen denn sagen sollen. Schließlich sagt Petrus ja, wir sollen zur „Rechenschaft“ über unseren Glauben bereit sein. Wenn wir uns jedoch die beiden Verse komplett ansehen, fällt auf, dass diese Aufforderung zur Verantwortung eingebettet ist in die Aufforderung zu einem christuszentrierten Leben. Jesus soll die „Mitte unseres Lebens sein“, wir sollen ein „reines Gewissen“ haben. Petrus schrieb das an Christen, die für ihren Glauben verfolgt wurden und leiden mussten. Und er rief sie zuerst zu einem heiligen, gottgefälligen Leben auf. Auch unser oberstes Ziel sollte ein heiliges Wesen sein.</p>



<p>Petrus geht davon aus, dass ein heiliges Leben, ein vom Evangelium veränderter Charakter, auffallen wird. Wir werden belächelt, gedemütigt, benachteiligt&nbsp;– bleiben aber dennoch ruhig und freundlich? Das fällt auf! Denn typischerweise reagieren Menschen ganz anders: mit Zorn, Vergeltung, Zurückschlagen. Da fragen Leute schon mal nach, was denn bei uns „verkehrt“ läuft, dass wir das auf uns sitzen lassen und sogar immer noch für das Wohl unserer Peiniger bitten. Ein von Jesus verändertes Leben ist ein unglaublich starker Hinweis für die Vertrauenswürdigkeit deiner Botschaft. Denn das Evangelium sagt ja letztlich genau das aus: „Komm zu Jesus und er macht dein Leben komplett neu.“ Wenn das die Botschaft ist, die wir verkünden, sollten unsere Zuhörer nichts anderes in unserem Charakter und Verhalten erwarten.</p>



<p>Ein vom Evangelium verändertes Wesen entkräftet das größte aktuelle Vorurteil gegen den christlichen Glauben. Die Menschen heute sehen, wie damals zur Zeit von Petrus, den christlichen Glauben als schlecht oder sogar gefährlich. Ihnen ist es egal, ob das Evangelium denn wirklich <em>wahr</em> ist, weil sie nicht glauben, dass es <em>gut</em> und <em>schön</em> ist. Und damit ticken die Menschen ganz anders als viele Christen. Wenn du, so wie ich, christlich aufgewachsen bist, funktioniert für dich vielleicht die Begründung deines Glaubens ungefähr so: „Was Jesus sagt, ist wirklich <em>wahr</em>, deshalb <em>glaube</em> ich daran und deshalb <em>lebe</em> ich danach.“ So gehen aber die meisten Menschen nicht mehr an den Glauben heran. Unsere Erfahrungen sind heute ausschlaggebend. „Was Jesus sagt, <em>funktioniert</em>. Also kann ich es <em>glauben</em>. Also muss es <em>wahr</em> sein.“ Wenn sie also sehen, dass wir wie Jesus leben, ist also schon die erste Hürde überwunden und sie müssen anerkennen, dass der Glaube funktioniert.</p>



<p>Leider ist aber auch genau das Gegenteil der Fall. Der Hauptgrund, warum sich Menschen vom christlichen Glauben abkehren oder sich nicht damit befassen wollen, sind Christen, bei denen Leben und Reden überhaupt nicht zusammenpassen. Solche Christen sind ein gefundenes Fressen für Nichtchristen. Denn sie bestätigen den Stereotypen eines heuchlerischen Christen und geben ihnen damit eine Begründung, warum sie sich nicht weiter mit dem christlichen Glauben befassen müssen, denn offensichtlich funktioniert er nicht. Denn „die Christen“ sind auch nicht besser; reden viel, aber tun wenig und sind dabei noch intolerant gegenüber anderen Menschen und schränken die persönliche Freiheit viel zu sehr ein. Das heißt nicht, dass wir die perfekten Leben führen müssten! Aber wir dürfen nicht etwas vorgeben zu sein, was wir gar nicht sind.</p>



<p><em>Wie Jesus leben</em> heißt, demütig und mitfühlend zu sein (Mt 11,29). Das Evangelium macht uns demütig, sodass wir mutig den Anspruch von Jesus auf unsere Leben verkündigen, und gleichzeitig auch unsere eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten zugeben können. Und das Evangelium macht uns mitfühlend, dass wir die Menschen mit den Augen von Jesus sehen: dass sie wie verlorene Schafe ohne Hirten sind, von Lasten geplagt und fast erdrückt. Dann sehen wir sie nicht als Bekehrungsobjekte, sondern als von Gott geschaffene und geliebte Personen. Nur dann entwickeln wir auch ein ehrliches Interesse an ihnen. Und wir können hinter ihre Ablehnung und vielleicht sogar Feindschaft gegen das Evangelium sehen: Sie sind nicht unsere Feinde, sondern selbst Opfer des Feindes; gefangen in der Finsternis und unfähig, sich selbst zu retten. Wie Jesus zu leben und die Menschen mit den Augen von Jesus zu sehen hilft uns, auch weise im Gespräch mit ihnen vorzugehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Weisheit: Wie Jesus reden</h3>



<p>Grundsätzlich gilt für die Art und Weise, wie wir mit Nichtchristen reden, wie in allen anderen Bereichen die „Goldene Regel“ von Jesus: „Behandle die anderen so, wie du auch selbst behandelt werden willst.“ Petrus sagt, wir sollen „freundlich und mit dem gebotenen Respekt“ reden. Ebenso schreibt Paulus in Kol 4,5–6:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Verhaltet euch klug im Umgang mit denen, die nicht zur Gemeinde gehören. Wenn sich euch eine Gelegenheit bietet, euren Glauben zu bezeugen, dann macht davon Gebrauch. Eure Worte sollen immer freundlich und mit dem Salz der Weisheit gewürzt sein. Dann werdet ihr es auch verstehen, jedem, der mit euch redet, eine angemessene Antwort zu geben.</p>
</blockquote>



<p>Wie hören uns die Menschen gern zu? Indem wir wie Jesus reden: <em>klug</em>, <em>freundlich</em> und <em>weise</em>.</p>



<p>Wir verhalten uns <em>klug</em> im Gespräch, wenn wir an unsere Verantwortung als Botschafter von Jesus denken und sich bietende Gelegenheiten für das Evangelium nutzen. Es wäre aber nicht klug, direkt mit der Tür ins Haus zu fallen. Ich dachte lange Zeit, dass ich nur dann jemandem das Evangelium gesagt habe, wenn ich das <em>ganze</em> Evangelium weitergegeben habe. Also einmal von Schöpfung und Sündenfall über Jesus, Kreuz und Auferstehung bis hin zur persönlichen Herausforderung, ob man das glauben will. Kein Wunder, dass „evangelisieren“ für mich nichts war. Denn oft hat einfach die Zeit gefehlt, um alles zu erzählen. Und ich war auch oft einfach überfordert von der schieren Menge an Informationen, die ich weitergeben wollte. (Und die andere Person wahrscheinlich auch.) Die Aufgabe erschien mir einfach zu groß, zu schwer und zu verantwortungsvoll. Dabei ist es doch aber Gott, der dafür zuständig ist, tote Herzen lebendig zu machen, nicht ich! Und außerdem ist Evangelisation Teamarbeit! In den meisten Fällen haben Ungläubige mit mehreren Christen Kontakt, bevor sie sich für Jesus entscheiden. Deshalb reicht es aus, deinem Gesprächspartner <em>eine</em> Sache zum Nachdenken mitzugeben. Platziere einen kleinen gedanklichen „Stein in seinem Schuh“, der ihn weiter beschäftigt.</p>



<p>Wir verhalten uns <em>freundlich</em> im Gespräch, wenn wir alles für ein angenehmes Miteinander tun. Das Letzte, was wir wollen ist, dass entweder die andere Person oder wir ärgerlich werden. Wenn einer ärgerlich oder wütend wird, sind immer <em>wir</em> die Verlierer! Denn wenn unser Gesprächspartner ärgerlich wird, blockt er innerlich ab. Unsere Worte stoßen dann auf taube Ohren. Genauso gut könnten wir auch mit einer Wand reden. Und wenn wir ärgerlich werden, dann verhalten wir uns nicht mehr weise. Die Gefahr ist dann groß, dass wir am Ende nur noch die Diskussion gewinnen wollen, aber nicht mehr die Person an sich. Deshalb müssen wir alles in unserer Macht Stehende tun, dass wir mit allen Menschen in Frieden reden. Und dennoch kann es geschehen, dass trotz all unserer Bemühungen um ein freundliches Gespräch die andere Person ärgerlich wird. Dagegen können wir wahrscheinlich nichts machen. Paulus sagt, dass das Evangelium ein Ärgernis, ein Stolperstein ist. Manche stoßen sich an den Aussagen von Jesus und wollen deshalb nichts weiter von ihm wissen. Unsere Aufgabe ist es nur dafür zu sorgen, dass der Stolperstein der Leute tatsächlich das Evangelium ist und nicht die Art, wie wir mit ihnen gesprochen haben oder irgendwelche Fragen, Zweifel oder Vorurteile, die sie an den christlichen Glauben haben.</p>



<p>Und schließlich verhalten wir uns <em>weise</em> im Gespräch, wenn wir uns ganz auf die individuelle Person vor uns einlassen und entsprechend unsere Vorgehensweise anpassen. Jeder Mensch und jede Lebenssituation ist anders. Darauf müssen wir Rücksicht nehmen, wenn wir wirklich an der Person interessiert sind. Es kann zum Beispiel sein, dass zwei Personen uns die gleiche Frage stellen: „Warum lässt Gott Leid zu?“ Die eine Person hat vor Kurzem eine Doku über den Bürgerkrieg im Sudan gesehen. Die andere hat vor drei Monaten ihre Oma wegen Krebs verloren. Als weise Botschafter von Jesus können wir diesen beiden Personen nicht die gleiche Antwort geben! Denn für die erste ist die Frage ein eher theoretisches, entferntes Problem; die andere jedoch ist selbst existenziell betroffen. Wie können wir weise darauf reagieren? <em>Indem wir Fragen stellen!</em> Durch Fragen lernen wir die andere Person besser kennen und sammeln Informationen. Und so können wir auf sanfte Weise das Gespräch von oberflächlichen zu tieferliegenden Themen, wie Werte, Glaube und Weltanschauung, lenken. Versuchen wir, proaktiv das Gespräch auf geistliche Dinge zu lenken, kann das schnell hölzern wirken und dem Gespräch einen Bruch geben. Durch Fragen können wir das vermeiden, weil sich unser Gesprächspartner selbst entscheiden kann, ob er uns auf diese tiefere Ebene folgt oder nicht. (Sara hat übrigens zum Thema „Gute Fragen stellen“ eine <a href="https://www.steps-leaders.de/beitrag/teil-1-ein-plaedoyer-fuer-fragen-warum-stellen-wir-eigentlich-nicht-mehr-fragen">hervorragende</a> <a href="https://www.steps-leaders.de/beitrag/teil-2-how-to-tipps-fuer-gute-fragesteller">vierteilige</a> <a href="https://www.steps-leaders.de/beitrag/teil-3-ein-bisschen-theorie-wer-fragt-fuehrt-ein-ueberblick-ueber-fragetechniken">Reihe</a> <a href="https://www.steps-leaders.de/beitrag/teil-4-praxis-deeptalk-fragen">geschrieben</a>!)</p>



<p>Wenn wir leben wie Jesus und reden wie Jesus, haben wir die besten Voraussetzungen, dass sich die Leute auch anhören, <em>was</em> wir ihnen denn zu sagen haben.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wissen: von Jesus reden</h3>



<p>Auch wenn das Wissen erst am Ende der „3 W‘s“ kommt, ist es dennoch nicht unwichtig. Schließlich sagt Petrus ja, dass wir „immer zur Rechenschaft bereit“ sein sollen über unsere Hoffnung. Und als <em>Botschafter</em> von Jesus müssen wir zwingend die <em>Botschaft</em> von Jesus (also das Evangelium) kennen. Dieses Wissen ist nicht verhandelbar! Wir müssen wissen, was das Evangelium ist. Und wir sollten es von unbedingt von seinen zwei Erzfeinden unterscheiden können: Der <em>Gesetzlichkeit</em>, die uns auf unsere eigenen Leistungen vertrauen lässt, und der <em>Gesetzlosigkeit</em>, die keine Veränderung von uns fordert. Das ist deshalb so wichtig, weil beide Feinde uns immer wieder in unserer Gesellschaft und in Gesprächen begegnen.</p>



<p>Petrus fordert uns auf, immer zur Rechenschaft über unsere Hoffnung bereit zu sein. Sind wir es auch? Was würdest du jemandem antworten, der dich fragt, warum du Christ bist? Wie würde deine kurze 1-Minuten-Antwort (ca. 100 Wörter) ohne Verwendung von christlichen Fachbegriffen aussehen? Wir sollten so eine Antwort im Kopf abrufbereit haben, um unserer Verantwortung als Botschafter nachkommen zu können.</p>



<p>Weiteres Wissen über die Glaubwürdigkeit der Bibel, Weltreligionen, gesellschaftliche Strömungen usw. sind zwar unglaublich hilfreich, können sich aber auch situationsbezogen angeeignet werden. Wir merken uns Dinge eh viel besser, wenn wir einen konkreten Anwendungsfall für sie haben, statt uns theoretisch damit zu befassen. Und außerdem ist es liebevoller unseren anders- oder nichtglaubenden Gesprächspartnern gegenüber, wenn wir sie nicht in unsere mentale Schablone von ihrer Weltanschauung hineinpressen. Statt also zuerst Bücher über den Islam zu lesen, um unserem muslimischen Freunden zu begegnen, könnten wir sie doch einfach fragen, worum es im Islam geht und was sie selbst denn glauben. Das bewahrt uns auch davor, gegen Ansichten zu argumentieren, die der andere selbst gar nicht vertritt.</p>



<p>Und schließlich müssen wir uns von dem Druck befreien, alles wissen zu müssen. „Das weiß ich nicht“ ist wahrscheinlich der wichtigste Satz, den wir als Botschafter von Jesus lernen müssen. Wenn wir wie Jesus leben und wie Jesus reden, ist es nicht schlimm, wenn wir manche Fragen einfach nicht beantworten können. Es ist sogar ein Zeichen von Demut, wenn wir unser Unwissen zugeben können und nicht versuchen, ein Wissen vorzutäuschen, das wir gar nicht haben. John Newton hat vor ungefähr 250 Jahren einem Kollegen, der sich auf eine Diskussion einlassen wollte, einen guten Rat gegeben. Den sollten wir uns auch unbedingt zu Herzen nehmen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Was nützt es einem Menschen, sein Argument zu gewinnen und seinen Gegner zum Schweigen zu bringen, wenn er aber dabei die demütige und sanftmütige Geisteshaltung verliert, die den Herrn so erfreut und für die er das Versprechen seiner Gegenwart gegeben hat?</p>
</blockquote>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wir ernten, was wir säen</title>
		<link>https://jonathanheckel.de/2025/10/12/ernten-was-wir-saen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Jonathan Heckel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2025 06:20:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Christliches Leben]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://jonathanheckel.de/?p=1804</guid>

					<description><![CDATA[Vor einigen Tagen haben wir Erntedank gefeiert und uns über das gefreut, was in diesem Jahr gewachsen ist. An vielen Orten waren die Kirchen und Gemeindehäuser geschmückt mit verschiedenen Früchten und es wurden Predigten darüber gehalten, wie dankbar wir Gott sein können für das, was er uns geschenkt hat. Dabei ist es für uns selbstverständlich, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor einigen Tagen haben wir Erntedank gefeiert und uns über das gefreut, was in diesem Jahr gewachsen ist. An vielen Orten waren die Kirchen und Gemeindehäuser geschmückt mit verschiedenen Früchten und es wurden Predigten darüber gehalten, wie dankbar wir Gott sein können für das, was er uns geschenkt hat. Dabei ist es für uns selbstverständlich, dass diese Früchte nicht von allein kamen. Denn damit etwas wachsen kann, das wir dann später im Herbst ernten können, müssen wir zuerst im Frühjahr etwas säen. Wenn wir nichts säen, können wir auch später nichts ernten.</p>



<p>Einen Tag nach dem Erntedanksonntag war ich in meiner Bibellese bei den letzten Versen des Galaterbriefes. Paulus schreibt dort in 6,7–8:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Macht euch nichts vor! Gott lässt keinen Spott mit sich treiben. Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Wer auf den Boden seiner selbstsüchtigen Natur sät, wird als Frucht seiner Selbstsucht das Verderben ernten. Wer dagegen auf den Boden von Gottes Geist sät, wird als Frucht des Geistes das ewige Leben ernten.</p>
</blockquote>



<p>Auch er spricht von Saat und Ernte. Ihm geht es dabei aber nicht um Kartoffeln, Karotten oder Kürbisse, sondern um unseren Charakter. Er sagt, dass Gott sich nicht verspotten lässt. Ohne Aussaat wird es keine Ernte geben. Wenn du nichts Gutes aussäst, darfst du keine gute Frucht erwarten. Das ist in der Natur so und auch in deinem Leben nicht anders. Gott macht für dich keine Ausnahme.</p>



<p>Ich glaube, niemand von uns will später einmal ein griesgrämiger Mensch sein. Niemand wünscht sich, im Alter verbittert zu sein, im Streit mit allen anderen zu leben und allein zu sterben. Die Frage, die der Text bei mir aufgeworfen hat, ist jedoch: Lebe ich jetzt so, dass ich später nicht so einen negativen Charakter erbe? Wenn wir <em>später</em> einen bestimmten Charakter haben wollen, müssen wir <em>jetzt</em> dafür die Saat aussäen!</p>



<p>In unserem Garten ist uns dieses Prinzip total klar. Wenn meine Frau Tomaten ernten will, muss sie dafür im Frühjahr die entsprechenden Pflanzen besorgen und einpflanzen. Und da nützt es auch nichts, wenn zwar der Wille da war, es aber halt nur noch Bohnensamen gab. Von Bohnensamen kommen später halt keine Tomaten raus. Wenn wir Tomaten wollen, müssen wir Tomaten pflanzen. Das ist soweit logisch.</p>



<p>Aber aus irgendeinem Grund scheinen viele Menschen zu denken, dass dieses Naturgesetz für ihr eigenes Leben nicht gilt! Sie denken, dass sie schon irgendwie „von allein“ so werden, wie sie gern sein wollen. „Von allein“ wird aber nichts besser&nbsp;– niemals! Im Gegenteil, es wird nur noch schlimmer. Das nennt sich das „Gesetz der Entropie“ (oder Zweiter Hauptsatz der Thermodynamik). Das sagt, dass ohne Einwirkung von außen (also „von allein“) in einem geschlossenem System die Ordnung immer weiter abnimmt. Der Tropfen Tinte im Wasserglas vermischt sich so lange, bis er sich ganz im Wasser aufgelöst hat. Ohne Einwirkung von außen wird mein Schreibtisch und mein Büro immer unordentlicher: Bücher stapeln sich, die Kaffeetasse der letzten Woche steht noch rum, leere Schokoladenverpackungen liegen verstreut. Mir gefällt zwar das „Gesetz der Entropie“ nicht wirklich, weil es so viel Arbeit verursacht, aber ich kann es nicht abschalten. Es ist eben Standard in einer „gefallenen Welt“.</p>



<p>Und genauso läuft es auch mit unserer Charakterentwicklung ab. Was musst du tun, um ein mürrischer, streitlustiger Mensch zu werden? Gar nichts! Du machst einfach so weiter wie bisher, drehst dich um dich und deine Interessen und der Rest kommt von allein. Um diesen charakterlichen Hang zur Unordnung (oder auch „Verfall“) aufzuhalten und umzukehren, musst du aktiv etwas dagegen unternehmen.</p>



<p>Und damit sind wir wieder bei dem Prinzip von Ernten und Säen. Wie soll dein Leben später mal aussehen? Wie willst du einmal <em>sein</em>, wenn du alt bist? Also, welche charakterliche Frucht willst du einmal ernten? Welche Eigenschaften sollen dich beschreiben? Wenn du dieses Ziel vor Augen hast, kannst du dich fragen: Was kann ich <em>jetzt</em> säen, um später diesen Charakter zu ernten? Und dann noch etwas weiter gedacht: Was musst du tun, um diese Saat, diese kleine Pflanze, zu kultivieren, damit sie wachsen kann? Hier geht es dann um kleine Gewohnheiten und Routinen in deinem Alltag. Sie sollen dir helfen, stetig an der Veränderung deines Wesens zu arbeiten, das Gute zu wählen und das Schlechte immer mehr zu verdrängen.</p>



<p>Vielleicht wurdest du jetzt aber auch beim Lesen dieses Beitrags auch entmutigt, weil du nicht schon zeitig das Gute gesät hast. Weil du schon so viel Zeit „vergeudet“ hast. Dann gilt auch für die dieser Satz aus der Finanzanlage: „Die beste Zeit zu starten war vor zwanzig Jahren. Die zweitbeste Zeit ist jetzt.“</p>
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